Fragen zur Gesundheitsversorgung in Spanien – hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen

Fragen zur Gesundheitsversorgung in Spanien 

Sie haben ein wunderschönes Haus  an der Costa Blanca gekauft und freuen sich auf den Umzug Ihres Lebens. Das von Ihrer Großmutter geerbte Geld gab Ihnen den lang erwarteten Motivationsschub. Sie planen, in einigen Monate die optimal vorbereitete Reise nach Spanien anzutreten und plötzlich fällt Ihnen siedend heiß ein: „Wie sieht es denn mit der Gesundheitsversorgung in Spanien aus?” Machen Sie sich keine Sorgen: Wir erläutern Ihnen alles. Bitte lesen alle Informationen über das Gesundheitswesen in Spanien sorgfältig durch, damit die perfekte Reise problemlos verläuft. Wir wünschen Ihnen einen sicheren und gesunden Aufenthalt.

Öffentlich und privat

Das spanische Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt. Es ist unterteilt in eine öffentliche Gesundheitsversorgung, die durch Sozialbeiträge finanziert wird, und eine private Gesundheitsversorgung. Das öffentliche Gesundheitssystem bietet eine grundlegende Unterstützung bei fast jeder Erkrankung und ist so gut geregelt, dass nur etwa 19 % der Bevölkerung privat versichert sind. Es ist wichtig zu wissen, dass das Gesundheitssystem in Spanien dezentralisiert ist und daher die Fachkräfte in den einzelnen Städten individuell Entscheidungen über die Bewilligungen treffen. Der einzige Vorteil einer privaten Krankenversicherung: Diese bietet in der Regel eine breitere Abdeckung und kürzere Wartezeiten für Fachärzte und Behandlungen.


Wer hat Anspruch auf die öffentliche Gesundheitsversorgung in Spanien?

• alle, die in Spanien leben/arbeiten und Sozialversicherungsbeiträge zahlen

• in Spanien lebende Kinder

• Schwangere mit Wohnsitz in Spanien

• Studenten unter 26 Jahren, die in Spanien leben

• zeitweilige Besucher mit einer EHIC-Karte

• Leistungs-/Rentenempfänger 


Wie melde ich mich bei der spanischen Sozialversicherung an?

Nehmen wir also an, Sie erfüllen eines oder mehrere der oben genannten Kriterien. Wie gehen Sie vor, um sozialversichert zu sein? Zunächst benötigen Sie eine Sozialversicherungsnummer („Número de afiliación a la Seguridad social"). Sie erhalten diese Nummer, wenn Sie Ihren Reisepass, Ihre Aufenthaltserlaubnis, den Nachweis Ihres Wohnsitzes und ein in spanischer Sprache ausgefülltes TA.1-Formular vorlegen. Dieses Formular erhalten Sie bei der Meldebehörde für Ausländer.

Sobald Sie diese Dokumente gesammelt haben, vereinbaren Sie einen Termin bei der Allgemeinen Sozialversicherungskasse, der „Tesorería General de la Seguridad Social", die an vielen touristischen Orten, daher auch an der Costa Blanca, vertreten ist. Sie werden zu einem kurzen persönlichen Gespräch eingeladen und erhalten dort eine spanische Sozialversicherungsnummer.

Der letzte Schritt besteht darin, zum nächstgelegenen Gesundheitszentrum („Centro de Salud") zu gehen und nach Ihrer Gesundheitskarte („Tarjeta sanitaria") zu fragen. Mit dieser Karte können Sie dann zu jedem Gesundheitszentrum in Spanien gehen und kostenlos auf dessen Dienste zugreifen.

Eine andere Option: private Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist eine sehr beliebte Option für viele Nichtspanier und Menschen, die ein zweites Zuhause in Spanien erworben haben. Vielleicht möchten Sie sich den Weg zu den Ämtern sparen und entscheiden sich für eine private Absicherung. Die Beiträge der privaten Krankenversicherungen betragen zwischen 50 und 200 Euro monatlich, je nachdem, ob Sie Familie haben und diese mitversichern möchten. Viele, die nur eine begrenzte Zeit in Spanien bleiben, entscheiden sich für eine private Krankenversicherung. 

Fazit

Einige glückliche Menschen haben den Preisverfall an einem der schönsten Orte der Welt genutzt und reisen mehrmals im Jahr zu ihrem Traumhaus. Der Kauf von Immobilien im Paradies kann zu einem Leben mit vielen tollen Glücksmomenten führen.

Machen Sie das Beste aus Ihren Reisen an die Costa Blanca und genießen Sie die Gewissheit, dass Ihre Gesundheit optimal geschützt ist.